in science Matthew-Effekt in der Wissenschaft [Matthew effect (in science)]
Definition: Benannt nach dem Sprichwort ‘rich get richer; poor get poorer’ (dt. Die Reichen werden reicher, die Armen werden ärmer) aus dem Matthäus-Evangelium. Herausragende Forschende und Nachwuchsforschende mit einem angesehenen Stipendium erhalten unverhältnismäßig viel Anerkennung und Finanzierung für ihre Beiträge zur Wissenschaft, während relativ unbekannte oder Nachwuchsforschende ohne ein angesehenes Stipendium unverhältnismäßig wenig Anerkennung für vergleichbare Beiträge erhalten. Die Folge ist ein erheblicher kumulativer Vorteil, der sich aus bescheidenen anfänglichen vergleichbaren Vorteilen ergibt (und umgekehrt).
Verwandte Begriffe: Matthew effect in education, Stigler’s law of eponymy
Referenzen:
- Bol, T., de Vaan, M., & van de Rijt, A. (2018). The Matthew effect in science funding. Proceedings of the National Academy of Sciences, 115(19), 4887–4890. https://doi.org/10.1073/pnas.1719557115
- Bornmann, L., Ganser, C., Tekles, A., & Leydesdorff, L. (2019). Does the hα index reinforce the Matthew effect in science? Agent-based simulations using Stata and R. arXiv preprint https://arxiv.org/abs/1905.11052.
- Merton, R. K. (1968). The Matthew Effect in Science. Science, 159(3810), 56–63. https://doi.org/10.1126/science.159.3810.56
Verfasst und Überprüft von: Tamara Kalandadze, Bradley Baker, Tsvetomira Dumbalska, Mahmoud Elsherif, Matt Jaquiery, Charlotte R. Pennington